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avs.spd.de

29.06.2020

Presseerklärung der AVS zum Ende der „Waldheimer Prozesse“

Anlässlich des Endes der „Waldheimer Prozesse“ vor 70 Jahren erklären Wolfgang Kopitzsch, Dr. Holger Martens und Lothar Tautz vom Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AVS):

Der Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten erinnert anlässlich des Endes der „Waldheimer Prozesse“ am 29. Juni 1950 an die zu Unrecht Inhaftierten in der ehemaligen DDR. Unter den von der sowjetischen Besatzungsbehörde an die neu gegründete DDR übergeben Inhaftierten befanden sich auch Sozialdemokraten, die u.a. wegen ihres Widerstandes gegen die Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur SED inhaftiert wurden. Einer der wenigen noch lebenden Verurteilten ist der Sozialdemokrat Heinz-Joachim Schmidtchen aus Berlin.

Die Häftlinge wurden in das Zuchthaus Waldheim gebracht und dort vom 21. April bis zum 29. Juni 1950 von extra geschaffenen 18 Strafkammern des Landgerichts Chemnitz in Schnellverfahren verurteilt. Verurteilt wurden insgesamt 3 324 Häftlinge; unter ihnen ca. ca. 60 Jugendliche und ca. 160 Menschen, die wegen Vergehen nach dem Ende der NS-Herrschaft inhaftiert worden waren, unter anderem auch Sozialdemokraten.

Es darf nie vergessen werden, dass mit den „Waldheimer Prozessen“ willkürlich gegen jeden Grundsatz eines demokratischen Rechtsstaates verstoßen wurde, im Übrigen auch gegen die Verfassung der DDR, aber es sollte auch nicht vergessen werden, dass zahlreiche der Taten aus der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur, die den Angeklagten vorgeworfen wurden, auch tatsächlich stattgefunden hatten. Die Prozesse wurden von der Staats- und Parteiführung direkt überwacht und beeinflusst. Das Strafmaß sollte nicht unter fünf Jahren liegen. Richter, Staatsanwälte und Schöffen waren sorgfältig ausgewählt.

Auch in der Regierung der DDR kam es zu Protesten gegen die Art und Weise der Verfahren. Ab Oktober 1952 wurden zahlreiche Häftlinge freigelassen bzw. das Strafmaß deutlich reduziert. Ende 1956 befanden sich noch zwei Verurteilte in Haft.

In einem Brief an Walter Ulbricht, formulierte Thomas Mann „…hat es einen Sinn, sie (die Gefangenen) ganz im wildesten Stil des Nazismus und seiner Volksgerichte, ganz im Stil jenes zur Hölle gefahrenen Roland Freisler, der genau so seine Zuchthaus- und Todessprüche verhängte, aburteilen zu lassen und damit der nichtkommunistischen Welt ein Blutschauspiel zu geben, das ein Ansporn ist zu allem Hass?“.

20.01.2020

++++ABSAGE++++ABSAGE++++ Arbeitskreis tagt Ende März in Hamburg

DIE VERANSTALTUNG WURDE ABGESAGT! WIR BEMÜHEN UNS UM EINEN NEUEN TERMIN IM LAUFE DES JAHRES.

Die Jahrestagung des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten findet in diesem Jahr vom 20. - 21. März 2020 im Kurt-Schumacher-Haus in Hamburg statt. Ein umfangreiches Programm und der Besuch der Bundeskanzler Helmut-Schmidt-Stiftung erwartet die Gäste in Hamburg.

27.11.2019

Erklärung zum Entzug der Gemeinützigkeit der VVN-BdA

Die Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) und das Geschichtsforum der SPD protestieren gegen die Entscheidung der Finanzverwaltung des Landes Berlin, der VVN-BdA die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Diese Entscheidung zeugt von einer völlig unzureichenden historischen Sensibilität. AvS und Geschichtsforum gehen fest davon aus, dass der fachlich zuständige Berliner Finanzsenator die Entscheidung revidieren wird.

Wolfgang Kopitzsch und Holger Martens für die AvS

Kristina Meyer und Bernd Rother für das Geschichtsforum

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11.02.2019

AvS-Tagung am 22. und 23.3.2019 in Hamburg

Der Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) lädt für den 22. und 23.3. zur 2. Tagung nach Hamburg ein. Die Beiträge reichen von der Zeit vor und nach der Revolution 1918/19, deren Errungeschaften maßgeblich von der lange unterdrückten Sozialdemokratie gestaltet wurden, über Biographien von Verfolgten des NS-Regime und der Sowjets bis zur Beteiligung der Sozialdemokratie am 20. Juli.

11.04.2018

Verfolgte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten: Bundesweite AvS-Tagung in Hamburg

Verfolgung und Inhaftierung von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten waren in den Jahren der beiden Diktaturen in Deutschland ein gängiges Mittel, um politisch Andersdenkende mundtot zu machen. Vom 23.-24. März 2018 trafen sich über 60 Vertreterinnen und Vertreter der AvS zu einer Tagung in Hamburg.

01.02.2018

Tagungsprogramm "OPFER DER DIKTATUREN WÜRDIGEN – ERINNERUNGSARBEIT VERNETZEN"

Das Programm unserer Tagung am 23. März 2018 in Hamburg ist fertig.

30.10.2017

Erinnerungsarbeit vernetzen – Opfer der Diktaturen würdigen

Der Arbeitskreis der ehemals verfolgten und inhaftierten Sozialdemokraten (AvS) lädt ein zur 1. Tagung zum Thema: „Verfolgte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten“ am 23. und 24. März 2018 in Hamburg, Kurt-Schumacher-Haus. Im Mittelpunkt der Tagung sollen Einzelbiographien von Verfolgten, Projekte von Geschichtsgruppen und die Erinnerungsarbeit in Gedenkstätten stehen, die sich mit dem Schicksal von SPD-Mitgliedern während der NS-Diktatur und der Zeit der sowjetischen Besatzung/SED-Diktatur befassen.

27.03.2017

AvS diskutiert Erinnerungspolitik mit Barley, Lotze und Jahn

Die Jahresversammlung 2017 des Arbeitskreises widmete sich ausführlich den aktuellen Debatten zur Erinnerungskultur und der weiterhin notwendigen Aufarbeitung des DDR-Unrechts. Gäste der Diskussion waren die Generalsekretärin der SPD, Katarina Barley, die Bundestagsabgeordnete, Hiltrud Lotze, und der Chef der Stasiunterlagenbehörde, Roland Jahn.